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Thursday night
survived another week
nearly
sad pop songs
melancholy packed
and rolled in glitter
loneliness
feels different
in the age of Facebook
and RuPaul’s
queer capitalism
makes me still
dream of the stage
and
femininity
well
the dog is dreaming
while backs on cold
floors
feel
the stiffness
creeping
into everything
On the good days, I come home and come back to myself.
I pull the pants from my leg, standing.
I pull off the socks.
I take of my earring.
I store away my backpack, my headphones, my hanky.
I come back
into my skin.
On the good days, I can feel my chest
rising and falling
deeply drawing air to fill out both lungs.
I feel the coldish air
on my arms
and the hair I’ve decided to grow
touching my forehead
and brows.
My back hurts.
My feet hurt.
My head hurts.
I
feel
so it’s a good day.
Dieser Text ist entstanden, nachdem ich auf einem viertägigen Seminar zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt war. Fragmente des Textes gab es schon vorher, und sind in diesem Text zusammengeführt und verlinkt. Das Seminar war für mich ein Raum, mich mit einer Sehnsucht zu connecten, als genderfluid, genderqueer, trans, nichtbinär zu leben, so oft wie möglich.
Den Text habe ich auf der Abschlusskundgebung der Aktion Standesamt 2018 (https://aktionstandesamt2018.de/) performt und ist hier noch mal zum Nachlesen veröffentlicht.
In der Sprache
falle ich zwischen die Geschichten.
Da ist es bodenlos.
Ich halte mich an einem Baum,
die Rinde
ein rissiger, im Fluss erstarrter
Fladen:
eine Haut,
die auf meine trifft.
Voller Informationen,
Sprüche,
Widersprüche.
Ungenügend Raum dafür.
Ich möchte
in meinem Körper wohnen.
Ich möchte
mich spüren können.
Zwischen den Geschichten
ist Spüren
schwieriger.
Ich bin auch da,
wenn es heißt,
es gibt mich nicht.
Unfassbar ist das Konstrukt,
von manchen
als Realität behauptet.
Ich bin da,
aber manchmal
kann ich mich fast nicht an mich
erinnern.
Und wenn mich jemand umarmen will,
wird es mir wieder einfallen:
ich bin
berührbar.
Die hochgezogenen Schultern,
der angespannte Rücken,
nervöse suchende Hände,
ein durchgeschwitztes T-Shirt.
Atem zu tief eingezogen, um
die Anspannung in einem Zug
los lassen zu können.
Von Blicken vollgesogen,
ist die Verzerrung
zu einem Dauerkrampf geworden.
Und ich weiß nicht,
wohin damit.
Ich will
am Anfang anfangen.
Dort, wo ich meine Kraft
hören kann, dort
wo meine Schmerzen wohnen
können.
Unter den Fingerspitzen
ist Weite.
Unter den Fingern sammelt sich
Konzentration.
Es geht um die Stimmen in mir,
die Träume.
Ich weiß, dass es sie gibt.
Wieder und wieder
entwische ich mir.
In dem ständigen Fragen,
bist du das oder das,
denke ich
an das Kinderbuch,
in dem der Witz so ging:
Was ist tiefer, Teller oder Tasse?
Die Antwort ist Oder.
Könnte heute eine Antwort sein:
bist du das oder das?
Nein, auch nicht oder.
Ich kann mich
(fast)
ganz spüren.
Zwischen den Geschichten wird als Makel gedacht.
Als Fehler, als Irrtum.
Als Phase.
Als Neuigkeit,
Dabei ist es einfach
zwischen den Geschichten,
von denen sehr sorgfältig
behauptet wird,
es seien die einzigen.
Da ist Veränderung
und Bewegung.
Ich bin Veränderung
und Bewegung,
auch im Stillen.
Auch im Fragen.
Auch in mich verkrochen, verzogen
… habe ich mich.
Im Fallen atmet es sich
flacher.
Ich will am Anfang anfangen,
dort wo mein Atem wohnt.
Angst vor Unverständlich-Sein
macht auch die Zwischenräume eng.
Erschrocken halten die klingenden euphorischen Töne
inne
machen auf halbem Weg kehrt
und schlüpfen zurück in die Stille.
Farben und Zeiten,
Murmeln und Rauschen,
ein Fisch,
der immer wieder wechselt,
auch die Perspektive
könnte wechseln,
es könnte schön sein
und feierlich.
Feiern
und Kämpfen.
Kämpfen und aushalten.
Aushalten, durchhalten
und Kämpfen.
Atmen.
und Feiern.
Ich müsste nichts von mir
verstecken,
nichts korrigieren,
Acht geben,
wenn Geschichten und ihre Zwischenräume
nebeneinander
ihre Plätze einnehmen könnten,
da, wo es sie eben
hinzieht.
Ich falle und versuche
einen Tanzschritt dabei.
Mein Körper
will in sich selbst wohnen
und
sich in aller Kraft spüren.
Ich lasse die Schultern fallen.
Sie halten
die Spannung.
Die Rinde
fließt weiter.
Sie war immer
am Fließen.
the summer sale has ended.
the stores are closed.
clothed are all the windows
for the winter break.
don’t make me unveil it all.
you can’t, anyhow.
anyhow, you don’t.
i decided not to call you
so many times, my love
is not an offer to be taken
or to be missed.
the opportunity that is me
has run out, that’s what I want you to know.
but i don’t call you.
now you texted me nicely
and your number is back on my screen.
the winter has ended.
the eyes are clothed
with niceties.
don’t creep into my mind again,
the store is closed.
that’s what I wrote in large letters
on the cardboard that fell
during the wind.
the wind is a veil
and you shake the cloth.
summer vacation is just beginning.
in the absence of longing there is freedom.
in the absence of you there is me.
there is me, sitting at my desk
and I look like an adult.
I pay attention to the summer sale times.
never did I say no to you, only this
tne time when I didn’t mean it.
the offer has been called and missed.
last call, the train leaves.
slowly, price tags descend and rest.
in a heap of passed moments
I forget you, really.
the tipping point I survived
without you.
the tipping point my life seems to
have become.
it’s just another cold summer night.
clothed and veiled are all the leaves
frisked rose bushes sprung into disciplinary growth
we all must go on
on winter break.
we don’t go home.
i will never know your passion
your freedom that is the absence of longing
your longing, your eyes
I know you think you’ve seen everything.
don’t bore me
with that simple route.
Love me.
Instead, love me.
the light is fading.
the offer expires
summer vacation is sitting
on the fallen cardboard defense.
Es ist immer noch als Leere zu spüren wo du warst.
Ich kratze die Krusten weg, die mein
fürsorgliches Herz über die Wunden gelegt hat
und zarte Bewegungen brechen auf.
Mit einem Seufzen zieht sich mein Rücken
eng zusammen, um das Leben auszuhalten.
Nicht dass ich noch anfange, dir falsche Pronomen zu geben
sagst du betont und lehnst an einer blauen Wand.
Die Strichpunkte in deinem Gesicht
tanzen ihre konzentrierte Abfolge
während du denkst.
Oder warst du eigentlich
schon halb woanders -
Für das Bild mit den Mündern bin ich dankbar.
Kolibrischwebend formiert sich ein Nein
flüsternd, während ich ausgebreitet
am Höhepunkt der Grenze liege.
Alles kribbelt, und dein Wort hat mir geholfen,
meine flatternden Lippen zu lieben.
Mein ganzer Körper lächelt,
wenn ich etwas wirklich geben will.
Ich lehne mich vor, gezogenes Mitgefühl
lange gezogen in einem Saft aus Schmerzen.
Ich kann es fassen, wie es dir geht.
Ich kann nichts daran ändern, dass du lebst,
dass wir beide dem Leben
als Püppchen auf seinem langen Rücken sitzen.
und es springt mit uns davon.
Dumpf prallt unerlaubter Widerspruch
als Bruchstück eines Gespräches
gegen meine Schädeldecke.
Hier habe ich alle meine Trümmer
für einen kleinen Preis
abzugeben.
Willst du sie?
Hier habe ich all meine kleinen Trümmer
für einen Preis abzugeben:
willst du sie?
Hier sammle ich auf, was als fliegende Zettel
in den Gestrüppen gestern gefangen wurde.
An langen entschiedenen Linien, lila aufgesetzt
die Fragen.
Ich will sie nicht mehr, wo ich sie schon
seit dreißig Jahren raunzen höre.
In den Winkeln der Erinnerung hastig
aufgefressene Zweifel
ob das nun richtig war,
ob das
nun
ich war.
Du lehnst und für einen Moment
kennst du mich, stimmen
meine und deine Versionen überein
von den Wünschen beißen wir beide gern ab
nehmen aus Höflichkeit noch ein Brötchen
bevor wir abtauchen, jede*r für sich.
Ich kann mir kein Ende vorstellen,
kann mir
keine Weite und tief genug reichenden Worte vorstellen,
um die Luftlosigkeit zu beschreiben,
unter der ich lebe.
Als wären nur noch blaue Wände, endlos
für unsere Raume verfügbar als Trennung.
Und abtauchen wäre keine Wahl mehr, wir würden
viel mehr davon sprechen,
wie wir unter Wasser
leben.
In honor of my fifteen year old self
In honor of my twelve-year-old self
Don’t armchair diagnose mass shooters and other killers. The misconception that all violent people must be mentally ill (and the following conclusion that all mentally ill people must be dangerous) has horrible real life consequences for visibly mentally ill people.
Schizophrenic people are 14 times more likely to be a victim of a violent crime than committing one because people assume that we’re homicidal and dangerous and may react very negatively to visibly mentally ill behavior, partly due to all the media portrayals of schizophrenics as violent killers.
50% of people killed by police are disabled or mentally ill (and the victims are disproportionately black or other people of color) because the unusual behavior of visibly disabled and visibly mentally ill people is read as inherently threathening and dangerous.
Please consider the real life consequences of reinforcing the association between mental illness and violence - people are dying because y'all want to blame all evil in the world on severe mental illness so that you can clearly separate yourself from it. You’re harming an already extremely vulnerable and marginalized group of people and it’s time to stop!
I encourage people who aren’t schizophrenic to reblog this. These stereotypes are literally getting people killed and I’ve seen no awareness around this on this website.
(via punkrorschach)